Amtsschimmel 
Satirische Allegorie über die Verwaltung.
1983
Dingolfing
Bronze / Stein
Der Amtsschimmel-Brunnen ist eine satirische Allegorie über die Verwaltung am Rathaus in Dingolfing / Niederbayern. Ein neues Rathaus wurde gebaut und der Amtsschimmel sollte nicht mehr in das neue Rathaus einziehen. Und so wurde er symbolisch zur Rückseite des Rathauses verbannt. Von einem Beamtenapparat getragen steht der dort immer anwesende Amtsschimmel, er stampft boshaft mit seinen Hufen, dreht sich um und mault zurück zum Rathaus. Er würde gerne wieder dort einziehen. Auf dem hohen Sockel stehend bewegt sich der Beamtenapparat symbolisch durch einen Schalter mit Aus und Ein. Und jeder der Beamten schiebt die Akten mit Hand und Fuß fleissig von einem zum anderen weiter. Dazwischen wird zur Erholung Kaffee getrunken und Zeitung gelesen. Mit großer Anstrengung sind die Akten endlich oben angelangt und da wirft ein Beamter tatsächlich die Akten ordnungsgemäß wieder runter. Und es beginnt der gleiche Ablauf von vorne, bis die Akten endlich wieder oben angelangt sind. Wenn man sucht, findet man aber auch einen überfleißigen Beamten, der seine Arbeit auch noch nachts erledigt. Durch die Digitalisierung ist der Amtsschimmel mehr oder weniger Geschichte geworden und so bekam er hier in Niederbayern schon vor knapp 40 Jahren ein Denkmal.
Mehr

JMN

Amtsschimmel