Eggabrunnen 
Allegorische überlebensgroße Figurengruppe, einbezogen in die Architektur des Rathauses von Sonthofen über das allemannische Brauchtum der Egga-Symbolik
1986
Sonthofen
Bronze
In Sonthofen am Rathaus ist diese satirische Brunnenallegorie als Besonderheit in die Rathausarchitektur mit einbezogen. Es gibt ein Oben und ein Unten. Gemeint ist die bäuerliche Bevölkerung, die, wie ein alter alemannischer Brauch überliefert, den immerwährenden Kampf des Menschen mit den Naturgewalten meint. Der Bauernhof, bestehend aus den Traditionsfiguren, der Bauer mit dem Huhn, die Bäuerin mit dem Dreschflegel, der Bub, der Stier und das Ross. Sie alle vertreiben die schöne Hexe, die als Sinnbild für die Missernten herhalten musste. Die Bauern drohen der Hexe und spucken sich provokant gegenseitig an. Alle drei Jahre wird dieses Egga-Spiel von den Brauchtumsvereinen aufgeführt. Man zieht mit einer Musikkapelle durch die Stadt und trifft sich am Rathausplatz. Zurück geht das Spektakel auf einen vorchristlichen alemannischen Brauch, der alle drei Jahre von den Brauchtumsvereinen zum Faschingsende vor dem Rathaus nachgespielt wird.
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JMN

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